Montag, 18. Februar 2013

Drei wertvolle Ratschläge



Assalamu alaikum wa rahmatullah wa barekatuh!! 


Hier ist mein erster Post in diesem Blog~
Ich habe lange darüber nachgedacht, wann und wie ich anfangen soll zu schreiben...Und ob es überhaupt eine gute Idee ist, öffentlich etwas zu schreiben. Aber der Blog ist ja doch recht anonym... 
Im Unterricht heute habe ich etwas sehr wichtiges gelernt. Ummi nannte uns Ratschläge vom Propheten Muhammad (s.a.s.). Sehr wertvolle Ratschläge, weshalb ich sie mit euch teilen möchte.




1. "Wenn du im Gebet stehst, dann bete, als wenn es dein letztes Gebet wäre."



2. "Benutze keine Worte, für die du dich morgen entschuldigen müsstest"



3. "Sei ohne Hoffnung auf das, was in der Hand der Menschen liegt."




Im Islam steckt so viel Weisheit, subhan Allah. Kein Therapeut, kein Pädagoge, kein Ehemann, kein Anführer, kein Freund, kein Lehrer, kein Vater, kein Politiker, kein Held aus einem Anime, Comic oder Film und kein Arzt den ich kenne
ist besser oder qualifizierter in seinem Job als der Prophet Muhammad (s.a.s) es war. 

Je mehr ich über ihn lerne, desto mehr lerne ich, ihn zu lieben und zu respektieren, Alhamdulillah!

Die Überlieferung ("Hadith") und die Erklärung der Überlieferung dazu: 



Über Abu Ayyub Al-Ansaari: Ein Mann kam zum Propheten (sallAllahu alayhi wa sallam) und
sagte: “Oh Gesandter Allahs, gib mir Rat und fasse ihn zusammen.” Der Prophet (s.a.s) sagte (sinngemäß):
„Wenn du im Gebet stehst, dann bete, als wenn es dein
letztes Gebet wäre. Benutze keine Worte, für die du dich morgen entschuldigen müsstest, und
sei ohne Hoffnung auf das, was in der Hand der Menschen liegt.”
(Musnad Ahmad,
authentifiziert von Schaikh Al-Albani, rahimahumullah)

Schaykh Abdur-Rahmaan bin Naasir As-Si’di (rahimahullah) sagte über diese Überlieferung:
“Dies sind drei Ratschläge, und wie schön sie sind. Wenn der Diener sich daran hält, werden
seine Angelegenheiten komplett, und er wird erfolgreich sein.
Der erste Ratschlag beinhaltet das Vervollständigen des Salahs und das Streben
danach, es in der besten Art und Weise zu verrichten. Dies geschieht dadurch, dass er
(der Diener) sich selber zur Rechenschaft zieht über jedes Gebet, welches er betet, und
auch, dass er vervollständigt, was im Gebet Pflicht und was empfehlenswert ist. Er
verwirklicht darin den Zustand des Ihsaan, welches der höchste aller Zustände ist. Dies
tut er, indem er sich beim Stehen im Gebet vorstellt, dass er vor seinem Herrn steht, und
dass er Ihn anspricht mit dem, was er in seiner Rezitation sagt, mit Worten des
Gedenkens und der Bitte. Er macht sich selbst demütig gegenüber Ihm, in seinem
Stehen, Beugen, Niederfallen, Sich-Erniedrigen und Sich-Erheben im Gebet. Was ihm
bei diesem edlen Ziel helfen wird, ist, dass er sich darauf (das oben genannte) festlegt,
ohne zu schwanken, und keine Faulheit des Herzens. Er stellt sich auch in jedem Gebet
vor, dass dies sein letztes Gebet sein könnte, als ob er nach diesem Salah kein weiteres
Gebet beten würde. Man weiß, dass derjenige, der Abschied nimmt, mit seinem
Äußersten strebt, und sich in seiner Sache anstrengt mit aller Kraft, die er zur Verfügung
hat. Er hört nicht auf, diese positiven Bedeutungen und starken Mittel (zur Erreichung)
mit sich zu tragen, bis die Sache einfach für ihn wird und er sich daran gewöhnt. Das
Gebet, welches in dieser Art und Weise verrichtet wird, schützt den Betenden vor allen
abscheulichen Eigenschaften und ermutigt ihn, alle schönen Eigenschaften zu wahren.
Dies ist wegen der Wirkung des Ansteigens des Imans, des Lichtes im Herzen, der
Glücklichkeit und des absoluten Wunsches nach Gutem in sich selbst.
Der zweite Ratschlag: Das Hüten der Zunge und das genaue Wachen darüber.
Tatsächlich ist das Hüten der Zunge die Drehachse (des eigenen Lebens), und es ist die
Kontrolle über die Angelegenheiten des Dieners. Darum kontrolliert der Diener seinen
ganzen Körper, wenn er seine Zunge kontrolliert. Jedoch wenn seine Zunge ihn
kontrolliert, und ihn nicht vor schlechter Rede schützt, dann werden seine
Angelegenheiten wahrlich zügellos, was seine Religion und sein weltliches Leben
betrifft. Daher sollte er nicht sprechen, außer wenn er weiß, dass es seiner Religion und
seinem weltlichen Leben nutzen wird. Jede Rede, die möglicherweise verursachen
würde, dass er kritisiert wird oder sich entschuldigen muss, soll er unterlassen. Denn
wenn er sie ausspricht, dann wird ihn diese Rede besitzen, und er wird ihr Gefangener.
Oder sie bringt ihm möglicherweise Schaden, welchen er nicht mehr abwenden kann.
Der dritte Ratschlag: Man soll sich darauf festlegen, mit Allah allein verbunden zu sein,
was die Angelegenheiten des Lebens und des Jenseits angeht. Man fragt niemanden
außer Allah, und man verlangt nach nichts außer der Gunst Allahs. Der Diener legt sich


darauf fest, ohne Hoffnung zu sein auf das, was in den Händen der Menschen liegt.
Tatsächlich ist das Aufgeben der Hoffnung (auf das, was in den Händen der Menschen
liegt) ein Schutz. Wer die Hoffnung aufgibt, etwas zu haben, wird unabhängig davon. So
wie er mit seiner Zunge niemanden außer Allah um etwas bittet, so verbindet er sein
Herz mit niemandem außer Allah. Daraus resultiert, dass er wirklich ein Diener Allahs
bliebt, frei von der Dienstbarkeit der Schöpfung. Er hat sich sicher von ihrer Sklaverei
befreit und dabei Ehre und Adel gewonnen. Denn wahrlich, wer an der Schöpfung
hängt, erwirbt Schande und Niedergang gemäß des Grades der Anhänglichkeit. Und
Allah weiß es am besten.”
Möge Allah diese Worte des Wissens und der Weisheit für uns alle nützlich machen, in diesem
Leben und im Jenseits. Amin.
Abu Yusuf Khaleefah, Brooklyn NYC
,
8. Ra-bii’ ath-Thaanii 1431H/ 23.03.2010
Aus ‚Bah-ja-tu Quluub al-Abraar‘, Erklärung des Hadith 74

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